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Der Begriff „Diamant“ leitet sich vom griechischen „adámas“, dem „Unbezwingbaren“, ab. Er ist das härteste natürlich vorkommende Material, das wir kennen und besteht aus reinem Kohlenstoff. Diamanten besitzen ein kubisches Kristallsystem und sind in reinem Zustand transparent. Charakteristisch ist sein unnachahmlicher, fast metallischer Glanz, der den Begriff „Diamantglanz“ geprägt hat. Das typische Farbenspiel wird durch die Dispersion des Lichts beim Durchgang durch den Diamanten verursacht.
Gebildet wird der Diamant in einigen Hundert Kilometern Tiefe bei Temperaturen von 1.200 bis 1.400°C im sogenannten Erdmantel. Zusammen mit gasreichem vulkanischen Gestein gelangen die vollkommen ausgebildeten Kristalle über Eruptionen an die Erdoberfläche.
Auf allen Kontinenten wurden bereits Diamanten gefunden, die größten Vorkommen aber liegen in Russland, Botsuana, Australien, dem Kongo, Kanada und Südafrika. In Namibia wurden Diamanten auch im Wüstensand gefunden. Die weltweite Produktion von Naturdiamanten liegt bei ca. 20 Tonnen pro Jahr.
Berühmt ist der Diamant vor allem als kostbarer Edelstein. Besonders wertvoll sind farblose Exemplare, die keinerlei Verunreinigungen aufweisen. Nur ca. ein Viertel der weltweiten Diamantförderung erfüllt diese hohen Qualitätsanforderungen. Die Qualität der Rohsteine wird nach Kristallform, Farbe, Reinheit und Größe beurteilt. Nach der Selektion und Sortierung werden sie mittels Diamantscheiben geschliffen. Ein guter Schliff bringt das charakteristische „Feuer“ besonders gut zum Vorschein. Der wohl bekannteste Schliff ist der Brillantschliff, der dem Diamanten mindestens 58 Facetten verleiht. Die Masse einzelner Diamanten wird in Karat angegeben, was einem Gewicht von 0,200 Gramm entspricht. Zu den bekanntesten Schmuckdiamanten gehört der 530 Karat schwere „Stern von Afrika“, der Teil des britischen Kronschatzes ist.
Wegen seiner großen Härte wird der Diamant im Industriebereich für Bohr-, Schneid- und Schleifgeräte verwendet. Allerdings kann der wachsende Bedarf der Industrie schon lange nicht mehr durch Naturdiamanten gedeckt werden. Daher gewinnt die synthetische Erzeugung von Diamanten zunehmend an Bedeutung.
Größtes Umschlagzentrum für Schmuck- und natürliche Industriediamanten ist Antwerpen.
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