Der Grand Chaco ist eine Savannenlandschaft im Herzen Südamerikas. Er erstreckt sich vom südöstlichen Bolivien über den westlichen Teil Paraguays bis in das nördliche Argentinien. Wenn man von Asunción aus den Rio Paraguay überquert, befindet man sich bereits im Chaco.
Der Chaco ist überaus sehenswert. Er bietet eine interessante Vegetation und subtropisches Klima. Im Sommer können die Temperaturen 45 °C und mehr erreichen. Nicht umsonst wird der Chaco auch "die grüne Hölle" genannt. Die Winter sind sehr trocken und eher kühl.
Das gesamte Gebiet ist sehr dünn besiedelt und liegt weit ab von größeren Städten. Wohl aus diesem Grund siedelten sich dort zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten Mennoniten an und gründeten deutschsprachige Kolonien. Sie wollten möglichst abgeschieden von der industrialisierten Welt leben. Mittlerweile hat sich aber auch in den Kolonien der technische Fortschritt bemerkbar gemacht. Es gibt aber z. B. keine asphaltierten Straßen, man glaubt sich in einer Westernstadt zu befinden.
Es ist schon lustig wenn man im Herzen von Südamerika steht und sich auf Deutsch unterhalten kann. Die Mennoniten leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Hier wird auch eine Molkerei betrieben, die ihre Produkte sogar bis in die Ukraine exportiert.