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18.06.2007 - In Paraguay lebten ursprünglich verschiedene Indianerstämme bevor die
Spanier im 15. Jahrhundert begannen das Land zu erobern. Dabei wurden
die Indianer im Laufe der Zeit immer mehr aus ihren ursprünglichen
Gebieten verdrängt. Doch nicht nur das: Viele Einwanderer ehelichten
indianische Frauen und im weiteren Verlauf wurden sogar Indianer, wie
auch Spanier, per Gesetz gezwungen Mischehen einzugehen. Als Folge
gingen so viele indianische Stämme verloren, weil die Zahl der Indianer
insgesamt drastisch abnahm.
Nun arbeitet eine Arbeitsgruppe daran ein Reservat für die noch
ursprünglich im Wald lebenden „Ayoreos“ zu schaffen. Es soll innerhalb
eines Gebietes liegen, in dem mehrmals Spuren der Indianer entdeckt
wurden – zwischen „Teniente Montanía“ und dem Nationalpark „Defensores
del Chaco“. Aktuell wird eine Studie durchgeführt, bei der
topografische Daten gesammelt werden. Außerdem werden Informationen
über Ländereien und deren Eigentümer gesammelt. Am Ende sollen alle
Daten ausgewertet werden, um der Regierung die Schaffung des Reservates
vorzuschlagen.
Man vermutet in der Gegend, in der das Reservate geplant ist, drei
ursprüngliche Indianerstämme mit insgesamt um die 50 Personen. Um zu
vermeiden, dass auch diese letzten Ureinwohner Paraguays ihre
Natürlichkeit verlieren, plant man sogar Hinweisschilder auf den
Straßen, die durch das geplante Reservat führen, aufzustellen auf denen
davor gewarnt wird unbedacht mit den Ureinwohnern zu handeln. Letztlich
sollen sie nun das bekommen, was sie schon lange entbehren mussten:
Respekt vor ihrer ursprünglichen Lebensweise und Schutz und Bewahrung
dieser dadurch, dass Einflüsse von außen möglichst vermieden werden. |