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Die Nacht im Hotel war allerdings grausam. Nicht das es am
Zimmer lag, es war zwar spartanisch aber dennoch erträglich. Aber bis 1:00 Uhr nachts
lief irgendwo nebenan ein Fernseher auf voller Lautstärke. Als dieser endlich
ausgemacht wurde, konnte man eine lautstarke Unterhaltung einiger Damen sowie ihr
Lachen hören, die wohl die Nacht mit einer Zimmerparty durchgemacht hatten. Als
die Augen dann doch zufallen wollten, begann morgens um 5:00 Uhr wieder der
Verkehrslärm. Aber was soll’s, im Urlaub wird nicht geschlafen. Schließlich hatten
wir auch an diesem Tag volles Programm, unter Anderem mussten wir das Auto wieder
abgeben. Unterwegs zum Flughafen kamen wir wieder in eine Polizeikontrolle, angeblich
war das Licht wieder nicht eingeschaltet. Nur das Licht war eingeschaltet, aber
alles Diskutieren half nichts, wir haben ja eh kaum was verstanden. Der eine
Polizist hatte dann beim Kontrollieren der Wagenpapiere sämtliche Zettel auf
der Straße verteilt, da die Mappe schon ziemlich zerrupft war. Der Spaß sollte
wieder irgendwas mit 140.000,- Guarani kosten. Als wir widersprachen waren wir auf
einmal bei 210.000,- Guarani angelangt! Auch hier wieder kein Bußgeldkatalog,
keine Quittung. Einziger Kommentar des Polizisten: Der Präsident macht die
Gesetze, er könne da nichts dafür. Einer der Polizisten hat uns dann auch noch
angemotzt, wir sollten doch besser auf unsere Papiere achten, die der andere
Typ vorher quer über die ganze Straße verteilt hatte! Und der beste Spruch war
dann: Was wir denn überhaupt in Paraguay machen würden wenn wir kein Spanisch
können?! Als das Auto endlich abgegeben war, habe ich mir am Flughafen von einem der Schuhputzer-Jungs die vom Chaco-Staub
verdreckten Schuhe putzen lassen – für nicht mal 20 Cent. Und die Dinger sahen
danach aus wie neu!
Abends sind wir dann nach
Brasilien zu den Iguazú-Wasserfällen gefahren. Vorher waren wir noch bei
Bekannten zum Essen eingeladen. Der Bus nach Foz do Iguaçu ging um kurz nach 0:00 Uhr und das Taxi zum
Busbahnhof kam erst gegen um 23:15 Uhr, wobei wir vorher noch im Hotel
vorbeischauen mussten um das Gepäck zu holen. Ich war schon etwas nervös und
habe in der Hektik natürlich noch mein Geld auf dem Tisch liegen gelassen! Aber
es hat alles gepasst und wir kamen 15 Minuten vor der Abfahrt am Busterminal
an. Die Reisebusse in Südamerika entsprechen dem europäischen Standard. Da es
dort fast keine Eisenbahnen gibt, findet Reisen hauptsächlich mit solchen
Überlandbussen statt. Man geht einfach zum Busbahnhof, sucht sich aus der
Vielzahl der Unternehmen eine Reise aus und bucht ein Ticket. Im Bus hatten wir
sogar Schlafsitze, so das wir auf der sechsstündigen Fahrt ein bischen schlafen
konnten. |