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Teil 5: 23. Mai - Asunción

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Die Nacht im Hotel war allerdings grausam. Nicht das es am Zimmer lag, es war zwar spartanisch aber dennoch erträglich. Aber bis 1:00 Uhr nachts lief irgendwo nebenan ein Fernseher auf voller Lautstärke. Als dieser endlich ausgemacht wurde, konnte man eine lautstarke Unterhaltung einiger Damen sowie ihr Lachen hören, die wohl die Nacht mit einer Zimmerparty durchgemacht hatten. Als die Augen dann doch zufallen wollten, begann morgens um 5:00 Uhr wieder der Verkehrslärm. Aber was soll’s, im Urlaub wird nicht geschlafen.

Schließlich hatten wir auch an diesem Tag volles Programm, unter Anderem mussten wir das Auto wieder abgeben. Unterwegs zum Flughafen kamen wir wieder in eine Polizeikontrolle, angeblich war das Licht wieder nicht eingeschaltet. Nur das Licht war eingeschaltet, aber alles Diskutieren half nichts, wir haben ja eh kaum was verstanden. Der eine Polizist hatte dann beim Kontrollieren der Wagenpapiere sämtliche Zettel auf der Straße verteilt, da die Mappe schon ziemlich zerrupft war. Der Spaß sollte wieder irgendwas mit 140.000,- Guarani kosten. Als wir widersprachen waren wir auf einmal bei 210.000,- Guarani angelangt! Auch hier wieder kein Bußgeldkatalog, keine Quittung.

Einziger Kommentar des Polizisten: Der Präsident macht die Gesetze, er könne da nichts dafür. Einer der Polizisten hat uns dann auch noch angemotzt, wir sollten doch besser auf unsere Papiere achten, die der andere Typ vorher quer über die ganze Straße verteilt hatte! Und der beste Spruch war dann: Was wir denn überhaupt in Paraguay machen würden wenn wir kein Spanisch können?! Als das Auto endlich abgegeben war, habe ich mir am Flughafen von einem der Schuhputzer-Jungs die vom Chaco-Staub verdreckten Schuhe putzen lassen – für nicht mal 20 Cent. Und die Dinger sahen danach aus wie neu!

Abends sind wir dann nach Brasilien zu den Iguazú-Wasserfällen gefahren. Vorher waren wir noch bei Bekannten zum Essen eingeladen. Der Bus nach Foz do Iguaçu ging um kurz nach 0:00 Uhr und das Taxi zum Busbahnhof kam erst gegen um 23:15 Uhr, wobei wir vorher noch im Hotel vorbeischauen mussten um das Gepäck zu holen. Ich war schon etwas nervös und habe in der Hektik natürlich noch mein Geld auf dem Tisch liegen gelassen!

Aber es hat alles gepasst und wir kamen 15 Minuten vor der Abfahrt am Busterminal an. Die Reisebusse in Südamerika entsprechen dem europäischen Standard. Da es dort fast keine Eisenbahnen gibt, findet Reisen hauptsächlich mit solchen Überlandbussen statt. Man geht einfach zum Busbahnhof, sucht sich aus der Vielzahl der Unternehmen eine Reise aus und bucht ein Ticket. Im Bus hatten wir sogar Schlafsitze, so das wir auf der sechsstündigen Fahrt ein bischen schlafen konnten.

 
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